Der Müritz-Nationalpark
wurde im Jahre 1990 gegründet - eine der letzten Initiativen
der DDR-Regierung. Er umfasst einen grossen Teil des Ostufers
der Müritz,
Deutschlands grösstem Binnensee und der dahinter liegenden
Wald- und Hügellandschaft.
Der Nationalpark
besteht aus zwei Teilgebieten, die insgesamt von der Müritz
bis in die Feldberger Seenlandschaft reichen und dadurch die
Stadt Neustrelitz
quasi umschliessen.
Geologisch
ist das Gebiet des insgesamt 322 km² große Nationalparks ein
Ergebnis der letzten Eiszeit ("Weichseleiszeit"),
die vor etwa 12.000 Jahren endete. Es ist eine Landschaft mit
zahlreichen Hügeln, grösseren und kleineren Seen und
vielen sog. Toteislöchern. Riesige Felsbrocken (Findlinge)
sind anzutreffen, die das sich ausbreitende Eis vor sich hergeschoben
hatte.
Der Müritzsee
selbst liegt nur zu einem kleinen Teil im Schutzbereich des
Nationalparks, nämlich das flache Ostufer. Der grösste
Teil des Sees steht der landwirtschaftlichen und touristischen
Nutzung offen.