
Mecklenburg-Vorpommern
wird auch als das "Land der 1000 Seen" bezeichnet
(in Wirklichkeit gibt es mehr als doppelt so viele!) und gilt
als eines der grössten zusammenhängenden Seengebiete
Europas. Auf jeden Fall aber in Deutschland finden Sie nirgendwo
derart viele grosse und kleine Tümpel, Teiche, Seen und
Flüsse wie hier. Und das beste: Die meisten von ihnen haben
eine gute bis hervorragende Wasserqualität.
Am bekanntesten
ist natürlich die Müritz,
neben dem Bodensee Deutschlands grösster Binnensee. Aber
manchem Wassersportler ist sie zu gross und ausserdem
ist die Müritz schlecht zugänglich. Aber Hunderte
von anderen Seen - der Schweriner See, der Plauer See, der Krakower
See, der Kummerower, der Malchiner oder der Tollensesee, um
einige grosse zu nennen - sind wunderbare Wassersportreviere
und beherbergen zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten.
Und dann erst die kleinen, nicht selten namenlosen! Oft sind
es ehemalige Tot-Eis-Löcher, also Senken, in denen das
Eis nach der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren noch recht
lange brauchte, bis es abgeschmolzen war. Dies sind oft kristallklare
Seen mit reichhaltiger Flora und Fauna. Meterlange Hechte sind
in den grossen Seen keine Seltenheit.
Einer der
schönsten und saubersten, aber auch unbekanntesten ist
der Drewitzer See; das Foto oben wurde am Pritzer See zwischen
Goldberg und Sternberg aufgenommen. Zu den "Oberen Nebelseen"
schreiben wir mehr auf der Seite über das Flüsschen
Nebel. Dort erfahren Sie (wenn
Sie denn wollen) auch etwas über eine Besonderheit der
Müritz-Region: Sie ist nämlich eine Wasserscheide:
Einige der Gewässer (u. a. auch der Müritzsee) fliessen
sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung!
Mecklenburg
wird durch drei etwas grössere Flüsse durchquert:
Die Elde, die Peene und die Warnow. Alle
drei werden wir hier noch genauer vorstellen, einschliesslich
Wandermöglichkeiten und Hinweisen bezüglich der Befahrbarkeit.
Am wertvollsten
aber sind die Flüsschen, wie Recknitz, Trebel und Nebel
und die dazu gehörigen Auwälder. Eisvogel und Schwarzstorch,
Fischotter
und Biber, zahlreiche Schmetterlingsarten und Lurche finden
hier eine Heimat. Forelle und Bachneunauge bevölkern diese
Wasserläufe, Orchideen die Wiesen an ihrem Rand.
Der
Naturfreund, der sich hier rücksichtsvoll bewegt, wird
zu herrlichen Beobachtungen kommen - ohne "Safari"
und mit erstaunlich geringem Aufwand. Wassersportler sind natürlich
meist weniger gerne gesehen und die wertvollsten Flüsschen
darf man auch nicht befahren, um die Tiere nicht zu stören
Wir veröffentlichen
hier natürlich keine Geheimtipps, aber wir führen
Sie auf dieser Seite immer 'mal wieder zu einer besonders schönen
Stelle, wie z.B. in das Durchbruchstal
der Nebel bei Krakow
am See.
Nicht weniger
schön ist das Durchbruchstal
der Warnow bei Sternberg, wo der Fluss sich z.T. mehr
als 20 Meter tief durch die Hänge gefressen hat.