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Ausser Mufflons
und Silberreihern, denen wir jeweils eigene Kapitel widmen, gibt
es in Mecklenburg-Vorpommern eine Reihe von Irrgästen und Ausreissern,
die sich aber z.T. prachtvoll vermehren.
Mufflons
mögen ein Bleiberecht haben, denn sie bevölkern Deutschland
nun schon seit über 100 Jahren und das heisst auch: durch viele
Generationen hindurch.
Silberreiher
breiten sich ohne menschliches Zutun immer weiter aus - wir kennen
das auch vom Fasan und von der Türkentaube, die beide mittlerweile
bei uns heimisch - und akzeptiert - sind.
Waschbär
und Marderhund sind derart häufig,
dass wir auch ihnen eigene Abschnitte widmen.
Darüber
hinaus gibt es aber einige Arten, die hier überhaupt nicht
hergehören und die dem aufmerksamen Naturbeobachter doch das
eine oder andere Mal begegnen können. Zu ihnen gehören
3 Arten, die ursprünglich aus Gehegen entkommen sind, sich
in unseren Breiten aber offenbar recht wohl fühlen: Der straussenähnliche
Laufvogel Nandu, die Nilgans aus Ägypten und
der Nutria, eine Art Mittelding zwischen Biber und Ratte.
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Nandus
leben im äussersten Nordwesten von Mecklenburg-Vorpommern
(man erzählt sich auch noch von einer Gruppe im Feldberger
Land östlich von Neustrelitz). Die Tiere sind vor einigen
Jahren aus einem Gehege in Schleswig-Holstein entkommen und
vermehren sich mit nandu-artiger Geschwindigkeit.
Die straussenähnlichen
Nandus sind Laufvögel aus Südamerika
und den meisten wohl aus dem Zoo bekannt. Dort wie hier leben
sie vorwiegend in der offenen Feldflur (Pampa)
Die ungewöhnlich
harten Winter 2009/ 2010 und 2010/ 2011 sollen die Jungvögel
aus dem jeweiligen Vorjahr wohl vernichtet haben; die erwachsenen
Tiere allerdings scheinen wohlauf zu sein. Die Nandus werden
bisher geduldet, zumal man das Problem jederzeit (per Abschuss)
in den Griff kriegen könnte.
2011 hat
man ein Forschungsprojekt (?) gestartet, das Aufschluss darüber
geben soll, ob die Gruppe sich zu einer Konkurrenz für
einheimische Arten - bes. den Graukranich
- entwickelt. Dazu wird etwa ein Drittel des z.Zt. ca. 30 Tiere
umfassenden Nandu-Bestands geschossen, um durch Magenuntersuchungen
genau herauszufinden, wovon die Tiere sich ernähren.
Ob eine
solche Untersuchung nötig ist - Nandus und Graukraniche
mögen zwar Nahrungskonkurrenten sein, leben aber in verschiedenen
Biotopen - möchte der Verfasser öffentlich lieber
nicht diskutieren . . .
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Auch Nilgänse
sind Neubürger, die wohl ursprünglich aus Tiergehegen
entwichen sind. Eigentlich sind sie in Ägypten
beheimatet, aber sie scheinen sich in ganz Norddeutschland recht
wohl zu fühlen.
Anders als die
Nandus sind sie kaum zu kontrollieren und bergen tatsächlich
die Gefahr einer Faunenverfälschung. Das bedeutet, es
besteht die Gefahr, dass sie sich als anpassungsfähiger erweisen,
als einheimische Arten und diese ggf. verdrängen können.
Ausserdem spricht man von Faunenverfälschung, wenn die Möglichkeit
der Verpaarung mit einheimischen Arten vorhanden ist, wie es z.B.
bei Haus- und Stockente regelmässig geschieht.
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Der Nutria
ist vermutlich aus Pelztierfarmen ausgebrochen. Von dieser Art gehen
tatsächlich massive Gefahren für die einheimische Tierwelt
aus: Nutrias stehen in direkter Konkurrenz zum (wieder) einheimischen
Biber, mit denen sie auch den Lebensraum
teilen.
Nutrias sind recht gross (sehr viel grösser, als die Bisamratte,
aber kleiner als ein Biber) und sind an ihrem im Querschnitt runden
Schwanz zu erkennen (der beim Biber platt ist). |
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An dieser
nicht-komerziellen WebSite wird noch gearbeitet, letztes UpDate
war am 26.11.2011
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